

Thomas
27. Oktober 2023
Wissen Ist Cannabis gesünder als Alkohol oder ist es andersherum?
Seit Jahrhunderten sind beide Substanzen beliebt und verbreitet. Aber was ist nun die gesündere Art des Rausches? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Daher möchten wir dich über beide Genussmittel und deren Risiken aufklären.
Alkohol
Die allermeisten von euch dürften mit Alkohol schon ihre Erfahrungen gemacht haben. Sowohl positive als auch die meist negativen Folgen einer durchzechten Nacht. Der berüchtigte Alkoholkater am nächsten (oder manchmal auch noch übernächsten) Tag ist wohl jedem ein Begriff. Alkohol ist ein Zellgift und schädigt neben dem Gehirn auch weitere Organe, vor allem die Leber. Diese muss unter Schwerstarbeit den Alkohol in das für den Körper ungesunde Acetaldehyd umwandeln, bevor es über die Nieren ausgeschieden werden kann. Das kann den Körper unter Umständen schon mal länger beschäftigen. Hinzu kommen weitere Nebenwirkungen des Alkohols, die nicht nur körperlicher Art, sondern auch psychischer Art sind.
Der Tag nach dem Trinkgelage ist nicht selten von trüben Gedanken geprägt. Der nervige Job ist dann unglaublich schlimm, der Streit mit der Freundin von vor 2 Tagen ist kaum zu ertragen und die überschwängliche Tanzeinlage unter dem Alkoholeinfluss ist in der Nachbetrachtung nicht nur peinlich, sondern man schämt sich in Grund und Boden. Depressive Verstimmungen und gesteigerte Angst (auch Hangxiety -> Hangover-Anxiety) gehören also auch zu den Folgen übertriebenen Alkoholgenusses.
Alkohol sollte demnach nur in Maßen und nicht in Massen genossen werden. Aber wer kennt es nicht? Spätestens nach dem dritten Bier vergisst man seine guten Vorsätze und findet sich mal wieder mit den Folgen des Alkohol am nächsten Tag zurecht. Falls Du oder Angehörige bei dir einen kritischen Alkoholkonsum feststellen, schäme dich nicht und nimm Kontakt zu deinem Arzt oder Ärztin auf und bitte um Hilfe. Hier kann dir geholfen werden einen gesunden Umgang mit Alkohol zu erlernen. Ebenso kannst du dich über Online-Angebote wie https://www.kenn-dein-limit.de/ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informieren. Wie bei jeder Substanz möchten wir dir hier auch auf den Weg mitgeben: Die Dosis macht das Gift.

Cannabis
Jetzt möchtest du wahrscheinlich lesen, dass Cannabis viel gesünder ist als Alkohol. Natürlich ist das nicht der Fall. Beides sind erstmal Genussmittel. Je nachdem welches Cannabis und wie du konsumierst, schädigt es die Lungen oder zum Beispiel auch die Nieren, was die wenigsten wissen. Vor allem synthetische Cannabinoide sind nach neuesten Erkenntnissen scheinbar nierenschädigend. Daher solltest du nur natürliches Cannabis aus einer vertrauenswürdigen Quelle konsumieren.
Das bereits seit längerer Zeit legalisierte, medizinische Cannabis kann positive Effekte auf psychische Leiden oder sogar chronische Entzündungen haben. Viele Schmerzpatienten möchten durch die schmerzlindernden Effekte von Cannabis nicht mehr auf dieses Produkt verzichten. Aber auch hier gilt natürlich „Die Dosis macht das Gift“. So ist es zum Beispiel noch sehr schwierig festzustellen, wann man wieder völlig nüchtern ist und somit in der Lage ist z. B. am Straßenverkehr teilzunehmen. Hier kann bei Kontrollen aktuell nur festgestellt werden, ob noch Spuren von THC-Abbauprodukten im Blut vorliegen, aber nicht ob man fahrtauglich ist oder nicht.
Ebenfalls wird diskutiert, ob und in wie weit der Cannabiskonsum bei Heranwachsenden schädigend auf die emotionale Stabilität und die Gehirnentwicklung wirken kann. Weitergehende Informationen findest du auf Seiten wie der des Hanfverbandes https://hanfverband.de/themen/cannabis. Abschließend kann man feststellen, und da sind sich die meisten Experten einig, dass Cannabis nicht so sehr körperlich abhängig machen kann, sondern eher psychisch.
Wenn man ein Genussmittel zur Flucht aus dem Alltag nutzt, liegt bei sowohl Cannabis als auch Alkohol ein problematischer Konsum vor. Denn anstatt seine Probleme anzugehen, flüchtet man sich in einen Rausch, der den Zustand erträglicher macht. Natürlich ist diese Art der „Problemlösung“ ungünstig und kann schnell zu einer Sucht werden. Daher kontaktiere bitte deinen Arzt oder Ärztin, falls du oder ein Angehöriger bei dir einen problematisches Konsumverhalten feststellt.
Auch hierzu findest du weitere Anlaufstellen im Netz und wir empfehlen dir, hierzu die Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aufzusuchen unter https://www.bzga.de/ .

Alkohol UND Cannabis?
Mischkonsum oder sogenanntes „Polytoxen“ (zu deutsch: mehrfach vergiften) ist mittlerweile ziemlich verbreitet. Erstmal ein paar Bier, um in Stimmung zu kommen. Dann noch eine Lunte mit den Freunden und dann geht’s ab zur Party. Dort dann vielleicht noch ein paar andere Substanzen die man zufällig erwerben kann und dann geht’s so richtig ab!
Wer diese Sätze bewusst liest, dem dürfte klar sein, dass von Mischkonsum definitiv abzuraten ist, da die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Substanzen nicht abgeschätzt werden können. Daher möchten wir dir empfehlen, dich auf EIN Genussmittel zu beschränken und dabei für den Abend zu bleiben.

Fazit
Bei jeglichen berauschenden Genussmitteln gilt die Devise: „Die Dosis macht das Gift“. Und wir würden sogar noch hinzufügen „und die Häufigkeit“. Wir von Cannabis Compass empfehlen dir, dich im Kontext des Genussmittel-Konsums selbst zu beobachten und dir Hilfe zu suchen, wenn du deinen Konsum nicht mehr willentlich steuern kannst. Weitergehende Informationen findest du auch in unserem Beitrag über verantwortungsvollen Cannabis-Konsum.
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