

Germaine
21. Mai 2024
Wissen Cannabis selbst anbauen vs. Cannabis Social Club - was ist günstiger?
In der Welt des Cannabis-Konsums stehst du vor der Wahl: Sollst du dein eigenes Cannabis anbauen oder einem Cannabis Social Club (CSC) beitreten? Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile, sowohl in Bezug auf Kosten als auch auf Verfügbarkeit, Sortenvielfalt und deine persönlichen Fähigkeiten als Gärtner. In diesem Artikel analysieren wir diese Aspekte, um dir zu helfen, die für dich beste Entscheidung zu treffen.
Eigenanbau
Der Eigenanbau von Cannabis kann auf den ersten Blick teuer erscheinen, da die Anfangsinvestitionen relativ hoch sind. Hier sind einige der typischen Kostenpunkte:
- Ausrüstung
Beleuchtung, Ventilation, Töpfe, Erde und Nährstoffe. Hier können Kosten von etwa 200 bis 1.000 Euro anfallen, je nach Qualität und Umfang der Ausrüstung. - Samen oder Setzlinge
Gute Qualitätssamen können zwischen 5 und 15 Euro pro Stück kosten. Setzlinge sind oft teurer. - Stromkosten
Beleuchtung und Ventilation können zu erhöhten Stromrechnungen führen, die monatlich etwa 30 bis 100 Euro betragen können, je nachdem welche Ausrüstung man kauft. - Wasser und Nährstoffe
Regelmäßige Ausgaben, die sich auf etwa 10 bis 20 Euro pro Monat belaufen.
Insgesamt können die Startkosten zwischen 300 und 1.500 Euro liegen, aber diese Ausgaben verteilen sich über die gesamte Lebensdauer deiner Ausrüstung. Die laufenden Kosten sind dann relativ niedrig.
Kosten pro Gramm beim Eigenanbau
Angenommen, du baust drei Pflanzen an und jede Pflanze produziert etwa 100 Gramm hochwertiges Cannabis, ergibt das insgesamt 300 Gramm pro Ernte. Bei einer durchschnittlichen Ernte von zwei Zyklen pro Jahr hast du 600 Gramm Cannabis jährlich. Die einmaligen Investitionskosten von 1.000 Euro und die laufenden Kosten von etwa 500 Euro pro Jahr (für Strom, Wasser und Nährstoffe) ergeben insgesamt 1.500 Euro im ersten Jahr. Das bedeutet, dass die Kosten pro Gramm im ersten Jahr etwa 2,50 Euro betragen (1.500 Euro / 600 Gramm). In den Folgejahren, ohne die anfänglichen Ausrüstungskosten, sinken die Kosten pro Gramm sogar auf etwa 0,83 Euro (500 Euro / 600 Gramm).

Cannabis Social Club
Die Mitgliedschaft in einem Cannabis Social Club bietet eine bequeme Alternative zum Eigenanbau. Typische Kostenpunkte sind:
- Mitgliedsbeitrag
CSCs erheben normalerweise einen monatlichen oder jährlichen Mitgliedsbeitrag, der zwischen 20 und 50 Euro monatlich liegen kann. - Beitrag pro Gramm
Zusätzlich zu den Mitgliedsbeiträgen zahlst du manchmal auch einen Beitrag pro Gramm Cannabis, der zwischen 5 und 10 Euro liegen kann.
Bei einem durchschnittlichen Konsum von 10 Gramm pro Monat könnten die monatlichen Kosten zwischen 70 und 150 Euro liegen.
Kosten pro Gramm im CSC
Wenn der Mitgliedsbeitrag 30 Euro pro Monat beträgt und der Beitrag pro Gramm 7 Euro ist, zahlst du bei einem Konsum von 10 Gramm monatlich insgesamt 100 Euro (30 Euro Mitgliedsbeitrag + 70 Euro für 10 Gramm). Das ergibt Kosten pro Gramm von 10 Euro. Dieser Wert schwankt stark und ist von den Eigenheiten des jeweiligen CSC stark abhängig. Mach dich daher am besten schlau bei einem CSC in deiner Nähe und stelle dir deine eigene Rechnung auf.

Verfügbarkeit und Sortenvielfalt
Im Eigenanbau
Beim Eigenanbau hast du die vollständige Kontrolle über die Sorten, die du anbauen möchtest. Du kannst verschiedene Samen ausprobieren und deine Pflanzen nach deinen Vorlieben pflegen. Die Sortenvielfalt ist somit nahezu unbegrenzt, allerdings bist du auf die Wachstumszyklen deiner Pflanzen angewiesen. Dies bedeutet, dass du möglicherweise nicht jederzeit Zugang zu frischem Cannabis hast, besonders wenn du noch unerfahren im Anbau bist.
Beim Cannabis Social Club
Ein großer Vorteil der CSCs ist die konstante Verfügbarkeit. Du hast regelmäßig Zugang zu verschiedenen Sorten, ohne dich um den Anbauprozess kümmern zu müssen. Die Clubs bieten oft eine breite Palette an Sorten, die sorgfältig gezüchtet und gepflegt werden, um den Mitgliedern die beste Qualität zu bieten.
Persönliche Gärtner-Skills
Beim Eigenanbau
Der Eigenanbau erfordert ein gewisses Maß an Wissen und Erfahrung. Du musst dich mit Themen wie Lichtzyklen, Nährstoffzufuhr, Schädlingsbekämpfung und Erntezeiten auskennen. Für viele ist dies ein faszinierender Lernprozess und ein erfüllendes Hobby. Wenn du jedoch keine Zeit oder Lust hast, dich intensiv mit dem Anbau zu beschäftigen, könnte dies eine Herausforderung darstellen. Falls du dich jedoch stark dafür interessierst, könnte unsere Growing-Section interessant für dich sein, in der wir dir alles wichtige detailliert erklären.
Im Cannabis Social Club
In einem CSC kannst du die Vorteile des Konsums genießen, ohne dich großartig um den Anbau kümmern zu müssen. Dies ist besonders praktisch für diejenigen, die keine Erfahrung oder Interesse am Gärtnern haben. Die Qualität und Pflege der Pflanzen wird von erfahrenen Züchtern übernommen, was eine gleichbleibend hohe Qualität sicherstellt. Einen gewissen Arbeitsanteil muss im Normalfall jedoch jedes Mitglied leisten. Du kommst also nicht komplett um die Arbeit drumherum.
Fazit - Es liegt an deinen Vorlieben
Ob der Eigenanbau oder die Mitgliedschaft in einem Cannabis Social Club günstiger ist, hängt stark von deinen individuellen Umständen und Vorlieben ab.
- Kosten
Der Eigenanbau erfordert höhere Anfangsinvestitionen, hat aber auf lange Sicht geringere laufende Kosten. Die Kosten pro Gramm können im Eigenanbau auf unter 1 Euro sinken, während sie im CSC etwa 8-10 Euro betragen. - Verfügbarkeit und Sortenvielfalt
CSCs bieten konstante Verfügbarkeit und eine breite Sortenvielfalt, während der Eigenanbau dir mehr Kontrolle über spezifische Sorten gibt. - Persönliche Gärtner-Skills
Der Eigenanbau ist ideal für diejenigen, die Freude am Gärtnern haben und bereit sind, Zeit und Mühe zu investieren. Ein CSC ist eine bequeme Option für diejenigen, die den Anbauprozess nicht selbst übernehmen möchten. Man muss jedoch auch etwas mithelfen.
Letztendlich hängt die Entscheidung davon ab, wie viel Zeit, Geld und Interesse du in den Anbau investieren möchtest. Egal, für welche Option du dich entscheidest, beide Wege bieten dir die Möglichkeit, qualitativ hochwertiges Cannabis zu genießen.
Kommentar schreiben
Du musst angemeldet sein, um kommentieren zu können.
Jetzt anmelden-
In einem historischen Moment für Deutschland fand im niedersächsischen Ganderkesee eine Cannabis-Ausgabe statt: Der Cannabis Social Club (CSC) Ganderkesee hat am vergangenen Samstag erstmals legal angebautes Cannabis an seine Mitglieder verteilt. Damit gehört der Verein zu den Vorreitern seit der Teil-Legalisierung von Cannabis in Deutschland. Rund 100 Mitglieder nahmen an der Veranstaltung teil und erhielten bis zu 25 Gramm hochwertiges Cannabis pro Person.
-
Die Legalisierung von Cannabis schreitet weltweit voran: Immer mehr Länder liberalisieren den Umgang mit der Pflanze und legalisieren den Anbau, Vertrieb und Konsum von Cannabis für medizinische oder sogar private Zwecke. Diese Veränderungen wirken sich jedoch nicht nur auf die legale Produktion aus, sondern beeinflussen auch die Aktivitäten auf dem Schwarzmarkt und die Dynamiken im illegalen Drogenhandel. Der Rückgang des niederländischen Cannabis-Schwarzmarktes und die Zunahme anderer illegaler Aktivitäten zeigen, wie tiefgreifend die Folgen der Legalisierung sein können.
-
Viele Cannabiskonsumenten stellen sich die Frage, ob der Gefrierschrank eine gute Option zur Langzeit-Lagerung ihres wertvollen Cannabis ist. Auf den ersten Blick scheint die Idee, Cannabis einzufrieren, sinnvoll, denn wir wissen, dass Kälte oft konservierend wirkt. Doch wenn es um die richtige Aufbewahrung von Cannabis geht, spielen mehrere Faktoren eine Rolle – darunter Licht, Feuchtigkeit, Temperatur und Reibung. Wie gut ist das Einfrieren wirklich?
-
Die Teillegalisierung von Cannabis wirft viele Fragen auf – auch im Berufsleben. Was darfst du als Arbeitnehmer? Kann dein Chef Drogentests anordnen? Und was passiert, wenn du im Job konsumierst? Hier erfährst du, was in Betrieben erlaubt ist und was nicht.
-
Wenn Du Dich schon einmal intensiver mit Cannabis und seinen potentiellen medizinischen Eigenschaften beschäftigt hast, bist Du bestimmt auf das Wort "Myrcen" gestoßen. Aber was genau steckt hinter diesem Begriff und warum ist er für Cannabis-Liebhaber und Patienten so wichtig? In diesem Blogbeitrag erfährst Du alles Wichtige über die Wirkung von Myrcen, seine möglichen gesundheitlichen Vorteile und welche Cannabissorten besonders hohe Konzentrationen dieses Terpens enthalten.